Das bild zeigt die Raumimpulsantowrt des Concertgebouw in Amsterdam, welche von Diemar DeVries und Jan Baan durch ein Mikrofon-Array aufgenommen wurde.
Es ist zu erkennen, das nach 40 ms der Direktschall beim mittleren Mikrofon eintrifft. Danach folgen die ersten schräg einfallenden Reflexionen der Wände. Nach etwa 120 ms erreichen die Reflexionen der Decke das Array, die schon sehr viel leißer sind und fast im Nachahll untergehen.
Das schematische Bild einer Raumimpulsantwort zeigt einen einzelnen Impuls als Direktschall, kurz danach folgende Reflexionen der Raumwände und eine immer diffuser und leiser werdende Fahne von Nachhall.
Da sich das Mikrofon-Array meist nicht genauso positioniert sein wird, wie das Boxen-Array, müssen bei der Signalverarbeitung diese Unterschiede Extrapoliert werden. Bei Mikrofonpositionen hinter dem Boxen-Array ergibt sich eine vorwärts gerichtete Extrapolation (forward wavefield extrapolation), bei Mikrofonpositionen vor dem Boxen-Array eine rückwärtige Extrapolation (inverse wavefield extrapolation).
Gibt es mehr oder weniger Boxen bzw. Mikrofone, dann müssen die verfügbaren Quellsignale in die notwendigen Zielsignale interpoliert werden.
Diese Operationen basieren ebenfalls auf dem Huygenschen Prinzip und können daher mittels des Kirchhoff-Helmhotz Integrals berrechnet werden.